Im Mai wurden fünf neue Kredite vergeben, das insgesamt ausgereichte Neuvolumen beläuft sich auf knapp 6,6 Mio. Euro. Besonders hervorzuheben ist dabei der erste Kredit an ein MFI in Osttimor. Nach sehr langwieriger Vorbereitung ist es uns gelungen, in einem der jüngsten Länder der Erde mit einem entsprechend herausfordernden Makro-Umfeld einen neues Partnerinstitut zu gewinnen, welches den hohen Anforderungen des GLS AI Mikrofinanzfonds entspricht.
Die Wertentwicklung der Anteilsklasse A betrug im letzten Monat 0,22 %. Die Kapitalmärkte im zurückliegenden Monat reagierten weiterhin sehr stark auf die Situation rund um den Iran. Insbesondere die Aktienmärkte blenden dabei aber weiterhin vorhandene Risiken ein gutes Stück weit aus, die Währungsmärkte bleiben volatil. Die EZB reagierte Anfang Juni mit einem sog. kleinen Zinsschritt um 25 Basispunkte auf das leicht erhöhte Inflationsniveau und hat somit nach einem Jahr der unveränderten Leitzinsen den neuen Zyklus für steigende Zinsen begonnen. Das in den aktuellen Konsensprognosen skizzierte leicht steigende Zinsniveau dürfte aus unserer Sicht jedoch nicht problematisch für MFIs oder deren Kund*innen werden.

Das Mikrofinanzinstitut (MFI) COOPHEL aus El wurde 1990 gegründet, um einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zu unterstützen – darunter durch den Bürgerkrieg vertriebene Menschen sowie schutzbedürftige Kleinstunternehmer. Die Institution verfolgt einen konsequent entwicklungspolitischen Auftrag, der auf finanzielle Inklusion und Armutsbekämpfung ausgerichtet ist. Tatsächlich hebt sich die Institution von vielen anderen Mikrofinanzinstituten (MFIs) in El Salvador ab: Sie kombiniert Finanzdienstleistungen mit Programmen zur sozialen Entwicklung, legt einen großen Schwerpunkt auf Frauen und einkommensschwache Mikrounternehmer*innen und kann als Genossenschaft Kredite als auch Sparprodukte anbieten.


